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Privathaftpflicht 2026: Was sich wirklich ändert
Neue Limiten, klarere Bedingungen und digitalere Prozesse – wir zeigen, was davon wirklich relevant ist.
2026 verändern sich nicht alle Haftpflichtpolicen – aber die Unterschiede werden grösser. Einige Anbieter erhöhen Limiten, andere präzisieren Ausschlüsse oder passen Haushaltsmodelle an. Wer eine Police besitzt, sollte daher nicht nur den Preis prüfen, sondern die Details. Dieser Überblick zeigt die wichtigsten Trends und was Sie konkret checken sollten.
1. Höhere Limiten – aber nicht überall
Personenschäden verursachen schnell Folgekosten im Millionenbereich. Viele Versicherer reagieren und erhöhen Standardlimiten, teils aber nur in neuen Tarifen.
Achten Sie darauf, ob Ihre bestehende Police automatisch angepasst wurde oder ob ein Tarifwechsel nötig ist.
- Prüfen Sie die aktuelle Deckungssumme in der Police
- Vergleichen Sie Standard- vs. Premiumtarife
- Erhöhungen kosten oft nur wenige Franken im Jahr
2. Haushaltsmodelle werden klarer definiert
Viele Anbieter unterscheiden 2026 stärker zwischen Single, Paar, Familie und Wohngemeinschaft. Das wirkt sich auf die Mitversicherung aus.
Besonders bei Patchwork-Familien oder temporären Wohnsituationen lohnt sich eine genaue Prüfung.
- Wer gilt als mitversichert?
- Gilt die Deckung auch bei geteilten Haushalten?
- Gäste und gelegentliche Betreuung berücksichtigen
3. Mietsachschäden & Schlüsselverlust
Im Fokus stehen 2026 Sublimiten für Mietsachschäden und Schlüsselverlust. Einige Policen begrenzen diese Risiken stärker.
Gerade bei teuren Schliessanlagen oder Spezialausbauten kann dies relevant werden.
- Sublimiten und Selbstbehalt prüfen
- Gemeinschaftliche Schliessanlagen separat beachten
- Deckung für Schäden an gemieteten Gegenständen
4. Digitale Schadenmeldung als Standard
Schadenmeldungen werden zunehmend digital abgewickelt. Das verkürzt Prozesse, verlangt aber vollständige Unterlagen.
Wer schnell reagieren kann, profitiert von kürzeren Bearbeitungszeiten.
- Fotos, Belege und Kurzbeschreibung bereithalten
- Erwartete Reaktionszeiten kennen
- Kontaktkanal (App vs. E-Mail) prüfen
5. Tarifwechsel statt Neuabschluss
Viele Verbesserungen sind in neuen Tarifen enthalten. Ein Wechsel innerhalb des gleichen Anbieters ist oft unkomplizierter als ein kompletter Neuabschluss.
Wichtig ist, dass alte Schäden oder Laufzeiten korrekt übertragen werden.
- Tarifwechsel bei bestehendem Anbieter anfragen
- Neue Bedingungen mit der alten Police vergleichen
- Allfällige Wartefristen oder Ausschlüsse beachten
Schneller 10-Minuten-Check
Fazit
2026 ist weniger ein komplettes Neudenken, sondern ein Feintuning der Privathaftpflicht. Wer Limiten, Haushaltsmodelle und Sublimiten prüft, gewinnt Sicherheit – meist ohne spürbar höhere Prämie.